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Testergebnis: Krebserreger im Kaffee

Dienstag, den 5. August 2014

Wer bislang seinen morgendlichen Kaffee unbesorgt getrunken hat, dem wird bei den jüngsten Testergebnissen unter Umständen die Lust auf eine weitere Tasse vergehen. Denn in gleich drei von sechs getesteten Kaffeesorten verschiedener Discounter wurde ein erhöhter Wert an Acrylamid festgestellt. Das Magazin „Öko-Test“ hat diverse Lebensmittel unterschiedlicher Discounter untersucht und dabei vor allem beim Kaffee erhebliche Mängel aufgedeckt.

Bei den Tests schnitt keiner der Discounter besonders gut oder schlecht ab, jedoch fielen insbesondere der „Markus Kaffee Gold, Fein-würzig“ von Aldi-Nord, der „Bellarom Kräftig Röstkaffee“ von Lidl sowie der „Rösta Classic Kräftig“ von Norma durch Acrylamidwerte auf, die deutlich über dem Signalwert für Röstkaffee von 277 Mikrogramm pro Kilogramm lagen.

Acrylamid in Lebensmitteln

Schon mehrfach geriet Acrylamid in die Schlagzeilen, weil erhöhte Werte der farblosen Kristalle in verschiedenen Lebensmitteln festgestellt wurden. Acrylamid kann beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen, wenn Stärke beim Backen, Braten, Rösten, Frittieren oder Grillen überhitzt wird. Dennoch streiten Wissenschaftler bislang um die Auswirkungen von Acrylamid auf den menschlichen Organismus. Nach Laboruntersuchungen konnte zwar nicht belegt werden, dass die Aufnahme von Acrylamid definitiv schädlich ist, jedoch wurde es als wahrscheinlich eingestuft, dass es sich krebserzeugend auswirkt. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung kann weder ausgeschlossen noch angenommen werden, dass kausale Zusammenhänge zwischen der Aufnahme von Acrylamid und der Krebsentstehung bestehen.

Discounter gehen nicht auf Testergebnisse ein

Während sich zumindest Aldi zu den Testergebnissen äußerte und darauf verwies, dass sie auch Kaffee nach Fairtrade-Standards anbieten würden, gab es von den anderen getesteten Discountern bislang keine Reaktionen.

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