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Die Lust auf Kaffee liegt in den Genen

Dienstag, den 12. April 2011

Wäre es nicht schön zu wissen, warum ein Mensch Kaffee trinkt und ein anderer Fan von Tee in allen Sorten und Variationen ist? Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung gehören zu den Schwerpunkten der Arbeit vieler Wissenschaftler in den USA und so konnte aus etwa 47.000 Befragungen mit anderen Studienschwerpunkten und Gen-Untersuchungen ein eindeutiges Ergebnis gefunden werden. Es wurden zwei Gene gefunden, die mit dem Koffein und der Verarbeitung im Körper zu tun haben. Das Gen CYP1A2 war bei Kaffee-Liebhabern stärker ausgeprägt als bei anderen.

Die Folge davon ist ein um etwa 40mg erhöhter Konsum an Koffein, was ja eine der wesentlichsten Bestandteile von Kaffee ist. Dieser im Gegensatz zur Vergleichsgruppe höhere Konsum konnte von den Forschern des National Cancer Institutes, der Harvard School for Public Health und weiteren Kliniken einwandfrei festgestellt werden. In Zusammenarbeit mit dem Gen AHR ist also das Gen CYP1A2 für die Koffeeinaufnahme und -verarbeitung im Körper zuständig. Allerdings sprechen verschiedene Presseberichte in den USA allerdings auch von einer Umrechnung in Tassen: Zwischen denjenigen mit dem ausgeprägten Gen und der Gruppe mit dem am wenigsten ausgeprägten Gen liegt ein Verbrauchsunterschied von nur etwa einer Drittel Tasse!

Dieser geringe Unterschied ist allerdings auch ein Grund zum besonderen Nachdenken und auch für die praktische Anwendung: Gibt es denn nicht noch wesentlich andere Einflussfaktoren für den Kaffeekonsum, als die genetischen Anlagen? Wie ist es mit Geschmacksnerven und -empfinden? Kann man dadurch einen Kaffeetrinker dazu bringen, noch mehr Kaffee zu trinken? Diese Frage wird leider von den vorliegenden verschiedenen Untersuchungen nicht beantwortet. Dennoch ist es interessant zu wissen, dass ein Gen dafür verantwortlich sein kann, dass man Kaffeeliebhaber wird!

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